Menü

Vogelsbergmeute richtet Meutehaltertagung aus

Brachttal-Spielberg, 23.-25. März 2018

Sinn und Zweck der sogenannten Meutehaltertagung ist der gemeinsame Austausch aller 23 Meutevereine aus Deutschland untereinander, rund um aktuelle Themen des Jagdreitens. Die Tagung wird jährlich von einer anderen gastgebenden Meute ausgetragen, zu der die Führungsriege der weiteren 22 deutschen Meuten sowie Freunde der Schleppjagd geladen sind. Die Vogelsbergmeute, mit Sitz in Brachttal-Spielberg, feiert in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen und hatte obendrein die Ehre, im Jubiläumsjahr das nationale Treffen der Deutschen Schleppjagdvereinigung auszurichten. Hierzu kamen Vertreter der Meuten aus ganz Deutschland, bereits am Freitag traf man sich in Gründau im Hühnerhof zu einem Stelldichein und Kennenlernen. Der Samstag stand im Rahmen eines Mastergesprächs, das bedeutet den internen Austausch unter allen Führungspersonen der jeweiligen Meuten, bei dem aktuelle Risiken sowie Chancen in der Meutelandschaft angesprochen werden. Bei einer Stadtführung in Gelnhausen konnten die übrigen Gäste die Barbarossastadt besichtigen. Anschließend öffnete die Vogelsbergmeute ihren Kennel, die Zwingeranlagen für die Hunde, um den 22 Meutevertretern und Gästen die eigene Unterbringung der rund 40 Beagles zu präsentieren. Eine Schauschleppe wurde gelegt, um den Appell und die Spursicherheit der Meute auf der künstlichen Fährte zu demonstrieren.

Am Abend zeigte die deutsch-französische Bläsergruppe, Rallye Trompes Moselle-Sarre, mit der die Vogelsbergmeute nun über 40 Jahre in enger Verbindung steht, was es heißt, von kulturellem Brauchtum und jagdlichem Austausch zu sprechen. Sie gaben ein Konzert in der Tenne des Hühnerhofes, was fachmännisch vom Kopf der Truppe, Hubert Klein, kommentiert wurde.

Die Mitgliederversammlung am Sonntagvormittag rundete das Programm ab und endete um die Mittagszeit, so dass jene Gäste in Ruhe zurück nach Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und oder Süddeutschland reisen konnten.

Der Sport des Jagdreitens, genannt Schleppjagd, ist ein unblutiger Sport. Einer künstlich gelegten Fährte folgt eine Hundemeute, der das sogenannte Jagdfeld beritten folgt. Zum Ende der Jagdstrecke erhalten die Hunde einen Rinderpansen, symbolisch dem erlegten Wild, das man zu Adelszeiten so zur Strecke brachte. Im Vordergrund steht eine unblutige Freizeitbeschäftigung, bei der das gemeinsame Erlebnis von Hund, Mensch und Pferd in freier Natur den Kern der Schleppjagd bildet. Geehrt wurden unter anderem Hans Nimrichter, der seit 50 Jahren die Vogelsbergmeute als Master führt, ebenso Axel Malm, der gleiches seit 40 Jahren mit großer Passion ausübt. Der 1. Vorsitzende der Meute, Dr. Michael Weiler, lobte das Engagement innerhalb der Meute sehr – allen voran Nathalie Wiederspahn, die die gesamte logistische Organisation für dieses große Event in die Hand nahm. Eine Urkunde, überreicht von Eckbert v. Schultzdendorff – (Präsident der Deutschen Schleppjgadvereinigung), bekamen Julia Lässig (Präsidentin der Taunusmeute) eine Urkunde für das 50-jährige Bestehen deren Meute, Hans Nimrichter für das 50-jährige Bestehen der Vogelsbergmeute und Dr. Michael Weiler für die Ausrichtung der Tagung.

Die Vogelsbergmeute bedankt sich bei allen Gästen, die der Einladung gefolgt sind, sowie bei sämtlichen Helfern, die für den Erfolg dieses Wochenendes verantwortlich waren. Ebenso danken wir allen Freunden und Nachbarn der Meute, Landwirten und Jagdpächtern für deren Unterstützung, ohne die eine 50-jährige Erfolgsgeschichte nicht möglich ist. Im Übrigen feiert die Vogelsbergmeute am 25. August 2018 ihr großes Jubiläum mit der Eröffnungsjagd in Brachttal-Spielberg, zu der einige Meuten aus Deutschland geladen sind. Nähere Informationen dazu sind auf unserer website www.vogelsberg-meute.de zugänglich.

Bilder: Petra Schlemm, Philipp Jakob

Text: Philipp Jakob

2018 03 27 Vogelsbergmeute

 

 

Zum Seitenanfang