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Saisonhöhepunkte im Fahrsport 2020

WM Vierspänner in Kronenberg/NED, WM Einspänner in Pau/FRA, Para-WM in Schildau

Warendorf (fn-press). Im Fahrsport stehen 2020 wieder einige Höhepunkte bevor: Die Vierspänner treffen sich vom 1. bis 6. September zur Weltmeisterschaft im niederländischen Kronenberg. Für die Einspänner kommt die Weltmeisterschaft erst sehr spät in der Saison, denn diese findet vom 21. bis 26. Oktober in Pau in Frankreich statt. Über eine WM im eigenen Land und vor heimischen Publikum dürfen sich die Para-Fahrer freuen. Sie kommen vom 6. bis 9. August in Schildau in Sachsen zusammen, um ihre neuen Weltmeister zu ermitteln.

Nachdem die deutschen Vierspänner Georg von Stein, Anna Sandmann und Michael Brauchle 2019 bei ihrer Heim-Europameisterschaft in Donaueschingen überraschend den Titel gewonnen haben, steht 2020 nun die Weltmeisterschaft vom 1. bis 6. September in Kronenberg bevor. Aber die Dauer-Rivalen aus den Niederlanden werden bei ihrer Heim-WM auch um den Titel mitfahren wollen. Titelverteidiger ist die Mannschaft aus den USA, die 2018 bei den Weltreiterspielen in Tryon in den USA vor den Niederlanden die Goldmedaille gewonnen hat. „Wir gehen davon aus, dass wir mehr als drei Vierspänner zur WM mitnehmen können, denn die FEI hat die Regel geändert, dass nur der Gastgeber mehr Teilnehmer schicken darf, so dass von anderen Nationen genauso viele Starter zugelassen werden müssen“, erklärt Cheftrainer Karl-Heinz Geiger (Rechtmehring). Die Vierspännerfahrer planen ihren Sichtungsweg für die WM individuell in Abstimmung mit Geiger. „Allerdings erwarten wir, dass die Vierspänner an den Deutschen Meisterschaften teilnehmen“, erklärt der Cheftrainer. Die Deutschen Meisterschaften finden vom 29. Juli bis 2. August in Lähden im Rahmen eines internationalen Turniers (CAI) und gemeinsam mit der DM der Pony-Vierspänner statt. Fünf Gespanne werden außerdem zuvor vom 2. bis 7. Juni beim CHIO in Aachen, dem Nationenpreis der Vierspänner, die deutschen Farben vertreten dürfen.

Einspänner-WM in Frankreich
Auch die Einspänner haben 2020 eine Weltmeisterschaft als Saisonhöhepunkt. Wer am Ende bei der WM vom 21. bis 26. Oktober in Pau in Frankreich teilnehmen darf, wird über drei Sichtungsstationen ermittelt. Eine Sichtungsmöglichkeit sind die beiden internationalen Fahrturniere in Chablis in Frankreich oder Nebanice in Tschechien, die beide vom 1. bis 5. Juli stattfinden. Die zweite Sichtungsmöglichkeit ist die Deutsche Meisterschaft der Einspänner und der Pony-Einspänner, die gemeinsam mit der WM der Para-Fahrer vom 6. bis 9. August in Schildau stattfindet. Die dritte Station ist das nationale Turnier vom 24. bis 27. September in Drebkau in Brandenburg, wo 2019 noch die WM der Zweispänner stattfand und es daher für die Einspänner optimale Bedingungen geben wird. „Wichtig ist uns, dass zwei von diesen drei Sichtungsmöglichkeiten von den Einspännern gefahren werden müssen“, erklärt Cheftrainer Karl-Heinz Geiger. Die Einspänner werden in diesem Jahr von Eckardt Meyer (Hermannsburg) betreut. Meyer war von 1995 bis 2012 Bundestrainer der Ein- und Zweispänner und kümmerte sich im vergangenen Jahr als Honorartrainer um die Zweispänner, 2020 betreut er die Einspänner. „Welche drei Einspännnerfahrer Ende Oktober zur WM nach Frankreich dürfen, wird in Drebkau benannt“, erklärt Geiger. „Die WM in Pau wird eventuell in ungewöhnlicher Reihenfolge ablaufen, wie schon bei dem dortigen Testevent 2019 – erst Dressur, dann Kegelfahren und zum Schluss die Geländeprüfung“, informiert Fritz Otto-Erley, FN-Disziplin-Koordinator Fahrsport.

Para-WM vor heimischem Publikum

Für die Para-Fahrer steht ebenfalls alle zwei Jahre eine Weltmeisterschaft im Kalender. In diesem Jahr ist die WM etwas ganz besonderes, denn sie findet nach den Weltmeisterschaften 1998 in Wolfsburg, 2002 und 2008 in Greven-Bockholt mal wieder in Deutschland statt. Die Pferdesport-Arena Schildau richtet die zwölfte Weltmeisterschaft der Para-Gespannfahrer aus. Der Veranstalter, die Privilegierte Schützengilde Schildau, hat nicht nur schon zahlreiche Deutsche Meisterschaften ausgerichtet, sondern auch bereits Erfahrungen mit dem Para-Fahrsport: Zwei Deutsche Meisterschaften (2009 und 2018) wurden hier ausgetragen. Vom 6. bis 9. August findet in der Fahrsport-Arena nun die Weltmeisterschaft der Fahrer mit Behinderung gemeinsam mit der DM der Einspänner statt. Amtierender Vize-Weltmeister ist Heiner Lehrter aus Mettingen mit seinem erfahrenen Pony Dashwood. Das deutsche Para-Team tritt als Vize-Weltmeister an. Vor der WM treffen sich die Para-Fahrer allerdings noch zu ihrer Deutschen Meisterschaft, die im Rahmen des Pfingstturniers vom 28. Mai bis 1. Juni in Zeiskam in Rheinland-Pfalz stattfindet und zugleich auch eine Sichtung für die WM sind. Weitere Sichtungstermine für die WM-Kandidaten sind am 25. bis 26. April in Greffen, vom 26. bis 28. Juni in Westbevern und als letztes Vorbereitungsturnier für die WM-Teilnehmer am 17. bis 19. Juli in Wettringen. „Zusätzlich sollten die Fahrer noch einen Turnierstart im Juni, beispielsweise in Rheurdt im Rheinland oder in Schlangen in Westfalen mit mir absprechen“, erklärt Ludger Schmeing (Rheine), der Bundestrainer der Para-Fahrer.

Deutsche Meisterschaften als Höhepunkt für Zweispänner und Ponyfahrer
Für die Zweispänner und die Ponyfahrer stehen in diesem Jahr keine Weltmeisterschaften bevor, hier sind die Deutschen Meisterschaften der Saisonhöhepunkt. Die Zweispänner und die Pony-Zweispänner treffen sich vom 20. bis 23. August zur DM in Biblis in Hessen. Die DM der Pony-Einspänner ist gemeinsam mit der DM der Einspänner mit Pferden und der WM der Para-Fahrer vom 6. bis 9. August in Schildau und die DM der Pony-Vierspännerfahrer ist gemeinsam mit der DM der Vierspänner mit Pferden vom 29. Juli bis 2. August in Lähden. „Für alle Zweispänner- und alle Ponyfahrer gilt, dass alle Kadermitglieder bei den Deutschen Meisterschaften starten sollen und alle, die in den Kader möchten, die DM fahren müssen“, erklärt Cheftrainer Geiger.

Jugend-EM: Deutsche Nachwuchs-Fahrer sind Titelverteidiger 
Auch für die Nachwuchs-Fahrsportler steht 2020 wieder eine Jugend-Europameisterschaft auf dem Programm. Diese findet vom 24. bis 30. August in Lamotte Beuvron in Frankreich statt. Die Sichtungen für die EM sind die Turniere in Offenthal vom 29. April bis 3. Mai, in Bühl vom 11. bis 14. Juni, in Westbevern vom 25. bis 28. Juni und die Deutsche Jugend-Meisterschaft. Die DJM findet vom 29. Juli bis 2. August in Zülpich im Rheinland statt. Wie in den Jahren zuvor wird auch der Veranstalter in Zülpich für die DJM mit rund 140 Nachwuchsfahrern rechnen können. Das deutsche Team fährt als Titelverteidiger zur EM und will auch 2020 in Frankreich einige Medaillen sammeln. „Wir nominieren nach der DM in Zülpich, wer mit zur EM fahren darf“, erklärt Dieter Lauterbach (Dillenburg), Bundestrainer für den Nachwuchs-Fahrsport.

Unterstützt wird das Trainer-Team um Karl-Heinz Geiger, Dieter Lauterbach und Eckardt Meyer in diesem Jahr von Michael Swiezynski (Greven). Er kümmert sich als Assistenz-Trainer durch ein Stipendium der Trainerakademie des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) schwerpunktmäßig um die Pony-Ein- und Zweispänner. evb

 

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