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Schulpferde-Wettbewerb

Ausbildung tut Not

Allenthalben wird beklagt, dass das reiterliche Niveau unbefriedigend sei. Manch einer spricht sogar vom Verlust unserer Reitkultur und in der Tat - die Bilder, die sich vielerorts beim Blick in die Reithalle oder auf den Turnierplätzen bieten, geben zu denken. Regelmäßiger Unterricht scheint so gut wie nicht mehr stattzufinden und die vorwiegend jugendlichen Reiter sind sich häufig selbst überlassen, weil Vereine und Betriebe sich vielfach damit begnügen, Halle und Platz zur Verfügung zu stellen. Eine solide Grundausbildung und die darüber hinausgehende ständige Betreuung durch qualifizierte Ausbilder, wie sie ein jeder benötigt, findet nur selten statt. Erfreulich ist zwar eine gewisse Professionalisierung des Turniersports und die grundsätzlich zu begrüßende Starthäufigkeit der Leistungsträger, doch in diesem Punkt täuscht die Statistik darüber hinweg, dass immer weniger junge Reiter den Weg in den Turniersport finden, weil sich dauerhafte Erfolge aufgrund fehlender Ausbildung nicht einstellen.

Es ist aso an der Zeit einzulenken und durch konsequente Ausbildung den Nachwuchs von morgen zu sichern. Unerlässlich ist dabei auch die Wiederbelebung und Intensivierung des vielerorts vernachlässigten Schulpferdebetriebs, denn die kürzlich von der Deutschen Reiterlichen Vereinigung durchgeführte Marktanalyse hat ergeben, dass 89 % aller Reiter ihre Laufbahn auf Schulpferden begonnen haben. Besondere Bedeutung kommt aber auch den Basisausbildern in Vereinen und Betrieben zu, die Tag für Tag im Schulbetrieb unterrichten. Vor der fachlichen Qualifikation dieser Ausbilder hängt es ab, ob ein Reitanfänger richtig "hingesetzt" wird, reiterliches Gefühl entwickelt und dadurch dauerhaft Freude am Pferdesport haben wird.

Doch beileibe, die Bedingungen, unter denen die meist sehr engagierten Ausbilder ihren Dienst tun, sind selten als ideal zu bezeichnen. Häufig mangelt es an der Unterstützung durch den Vereinsvorstand, vielfach sind die zur Verfügung stehenden Schulpferde ungeeignet und kaum ein Sattel liegt so, dass sich der tiefste Punkt in der Mitte der Sitzfläche befindet - ganz zu schweigen von fehlender Anerkennung und angemessener Bezahlung.

Verband leistet finanzielle Unterstützung
Um Vereine wie Pferdebetriebe zu motivieren, sich intensiver um den Schulbetrieb zu kümmern und um den Basisausbildern einen Anreiz zu geben, bezuschusst der Pferdesportverband die Durchführung von Schulpferde- und Ausbilderwettbewerben. Eine Beihilfe von 200,-- Euro erhält der Veranstalter, der einen Reiterwettbewerb für Schulpferde auf der Ebene des jeweiligen Kreisreiterbundes durchführt und dabei zusätzlich zur bekannten Reiterplatzierung eine Ausbilderwertung vornimmt. Sonderehrenpreise des Hessischen Pferdesportverbandes gibt es für die erfolgreichsten Ausbilder, wobei jeweils die Wertnoten ihrer drei besten Schüler addiert werden.

Wer gerne mehr wissen möchte, kann weitere Informationen in der Verbandsgeschäftsstelle, Wilhelmstr. 24, 35683 Dillenburg, Tel.: 02771/8034-0 erhalten.

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