Pferdesport in Hessen

Sport mit dem Partner Pferd: In diesem Bereich befinden sich alle Infos rund um den Pferdesport in Hessen.

Angefangen bei Veranstaltungen, Cups und Turnierserien bis hin zu unserer breit gefächerten Leistungsförderung in Form von verschiedenen Kadern und Fördergruppen sowie Lehrgangsmaßnahmen und Informationen zu den einzelnen Disziplinen.

Turniersport mit dem Pferd

Das Turniersystem in Deutschland und der erste Turnierstart

 

Auf einem Turnier zu starten, ist für viele Pferdesportler ein großes Ziel. Denn wo sonst lassen sich die eigenen Fortschritte und die des Pferdes besser überprüfen? Dabei steht immer das vertrauensvolle Zusammenspiel zwischen Mensch und Pferd im Mittelpunkt. Damit Turniere sicher, fair und pferdegerecht ablaufen, gibt es zwei klare Regelwerke:

  • LPO (Leistungs-Prüfungs-Ordnung):
    Gilt als Regelwerk für alle nationalen Turniere in Deutschland und regelt die Durchführung von Leistungsprüfungen.
  • WBO (Wettbewerbsordnung):
    Regelt die Durchführung von breitensportlichen Veranstaltungen mit Wettbewerben.

Diese Regelwerke sorgen dafür, dass alle Teilnehmer vergleichbare Bedingungen haben, Pferd und Mensch nicht überfordert werden und Veranstaltungen tierschutzgerecht ablaufen.

Der erste Start auf einem Turnier: Wettbewerbe gemäß WBO

Für das erste Turnier empfiehlt sich der Start in einem Wettbewerb (WB), in dem die Anforderungen noch nicht so hoch sind. Typische Wettbewerbe für Einsteiger sind die Führzügelklasse, der Reiterwettbewerb sowie der Dressur- und der Springreiterwettbewerb. Zielgruppe sind heranwachsende Kinder und Jugendliche aber auch Erwachsene, die erste Turniererfahrungen sammeln wollen.

  • Für die Teilnahme an Wettbewerben wird keine Jahresturnierlizenz benötigt.
  • Mitgliedschaft in einem Verein ist nicht zwingend notwendig, sondern abhängig von der jeweiligen Ausschreibung.
  • Das Pferd muss nicht als Turnierpferd eingetragen werden.
  • Die Anmeldung erfolgt über das Nennungssystem Nennung online oder schriftlich mit dem Nennungsformular WBO.

 

Für Fortgeschrittene: Leistungsprüfungen gemäß LPO

Die Leistungsprüfungen (LP) richten sich an Pferdesportler, die bereits Erfahrungen im Turniersport gesammelt haben. Hier gibt es unterschiedliche Klassen (E bis S) und die Anforderungen steigen allmählich. Wer hier starten will, benötigt

 

Prüfungsformen in Deutschland

Innerhalb der Leistungsprüfungen werden verschiedene Prüfungsklassen nach Schwierigkeit eingeteilt:

  • E – Eingangsstufe
  • A – Anfangsstufe
  • L – Leicht
  • M – Mittelschwer
  • S – Schwer

Zusätzlich wird zwischen Basis- und Aufbauprüfungen für junge Pferde und den “normalen” Leistungsprüfungen unterschieden. Basis- und Aufbauprüfungen wie die Reitpferde- oder Springpferdeprüfung sollen dem jungen Pferd den Einstieg in den Turniersport erleichtern. Hier wird innerhalb der Wertnote vor allem Bezug auf die Veranlagung des Pferdes genommen. In den normalen Leistungsprüfungen dagegen – zum Beispiel einer Dressur- oder Springprüfung – zählt nur das, was Reiter und Pferd am jeweiligen Tag in der Prüfung zeigen.

 

Einteilung in Leistungsklassen

Damit Turniereinsteiger nicht direkt gegen die antreten müssen, die schon seit Jahren dabei sind, werden die Reiter in verschiedene Leistungsklassen eingeteilt. Die Leistungsklassen bauen aufeinander auf: von der Leistungsklasse 7, als unterste Leistungsklasse, bis zur Leistungsklasse 1 als höchste Stufe.

 

 

 

Quelle: Pferdesport Deutschland/Turniersport