An alle Inhaber von Pferdebetrieben, Vereinsvorstände, Ausbilder, Pferdesportler, Pferdezüchter und alle Personen, die am Pferd interessiert sind:
hiermit möchten wir Sie herzlich zu unseren Seminarveranstaltungen im Rahmen der 78. Landwirtschaftlichen Woche Nordhessen am Montag, den 12. Januar 2026 in der Stadthalle Baunatal, Friedrich-Ebert-Allee 1, 34225 Baunatal sowie im Rahmen der 71. Landwirtschaftlichen Woche Südhessen am Mittwoch, den 28. Januar 2026 in der Stadthalle Gernsheim, Georg Schäfer Platz, Wallstraße, 64579 Gernsheim einladen.
Zukunftsfähige Pferdehaltung
Thorsten Hinrichs, Dipl.-Ing. (FH), Strategieberater (IHK), Weddingstedt
Kommunikation und Konfliktmanagement im Pferdebetrieb
Stephan Scherer, Diplompädagoge, Montabaur
Die Veranstaltungen werden jeweils mit 3 LE (Profil 5) zur Verlängerung der DOSB-Trainerlizenz anerkannt.
Der Eintritt ist frei.
Alle Informationen zum Programm der Landwirtschaftlichen Woche Nordhessen finden Sie hier.
Weitere Informationen zur Landwirtschaftlichen Wochen Südhessen folgen in Kürze.
Anlässlich des „Europäischen Tages zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung und sexuellem Missbrauch“ am 18. November setzt die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) einen bundesweiten Themenschwerpunkt, um den Schutz vor sexua-lisierter Gewalt im Pferdesport erneut in den Fokus zu rücken. Auch der Pferdesportverband Hessen (PSVH) unterstützt diese Initiative ausdrücklich und betont die gemeinsa-me Verantwortung aller Akteurinnen und Akteure im Pferdesport.
Sexualisierte Gewalt ist ein gesamtgesellschaftliches Problem, das auch den organisierten Sport betrifft. Die FN engagiert sich seit über einem Jahrzehnt intensiv für Prävention, Intervention und Aufarbeitung – ein Engagement, an das der PSVH nahtlos anschließt. Gemeinsam mit hessischen Vereinen und Betrieben arbeiten wir kontinuierlich daran, sichere und verantwortungsvolle Strukturen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene zu stärken.
Statement von Hendrik Langeneke, Geschäftsführer des Pferdesportverbandes Hessen
„Schutz vor sexualisierter Gewalt ist kein Randthema, sondern eine zentrale Aufgabe für den gesamten Pferdesport. Wir tragen Verantwortung dafür, dass alle Menschen – insbesondere Kinder und Jugendliche – sich in unseren Vereinen sicher fühlen und geschützt sind. Prävention bedeutet hinschauen, handeln und Strukturen schaf-fen, die Vertrauen und Sicherheit ermöglichen.“
Hendrik Langeneke, Geschäftsführer Pferdesportverband Hessen
Betroffene stärken – Verantwortliche sensibilisieren
Der Themenschwerpunkt der FN verfolgt das Ziel, Betroffenen Mut zu machen, sich Hilfe zu holen, und gleichzeitig Verantwortliche im Pferdesport zu sensibilisieren. Vorgestellt werden konkrete Maßnahmen, wie Vereine und Betriebe vor Ort Schutzkonzepte umsetzen und Stallanlagen zu sicheren Orten machen können. Erfahrungsberichte Betroffe-ner geben wertvolle Einblicke und zeigen, wie wichtig eine offene Kultur der Aufmerk-samkeit und Unterstützung ist.
Der FN-BetroffenenRat – Expertise aus eigener Erfahrung
Ein besonderer Fokus liegt auf der Arbeit des FN-BetroffenenRates, der 2021 als erster deutscher Sportfachverband ein Gremium betroffener Menschen eingerichtet hat. Durch ihre persönlichen Erfahrungen leisten die Mitglieder einen unverzichtbaren Beitrag zur Weiterentwicklung wirksamer Schutzstrukturen. Auch aus Sicht des PSVH ist diese Per-spektive elementar, um glaubwürdige und nachhaltige Präventions- und Interventionsarbeit zu leisten.
Safe Sport Code – neue Standards für Sicherheit im Sport
Der Safe Sport Code, entwickelt mit der Deutschen Sporthochschule Köln und vom DOSB verabschiedet, setzt neue Maßstäbe im Umgang mit interpersonaler Gewalt. Er umfasst physische, psychische, sexualisierte Gewalt sowie Vernachlässigung. Ein inter-disziplinär besetzter Safe Sport Ausschuss begleitet die Implementierung und Weiter-entwicklung der Standards. Auch Vertreterinnen und Vertreter des BetroffenenRates sind darin aktiv eingebunden.
Kooperation mit unabhängigen Beratungsstellen
Seit 2011 kooperiert die FN mit unabhängigen, externen Beratungsstellen – derzeit mit N.I.N.A. e. V., einer anonymen, kostenfreien Beratungseinrichtung für Betroffene sexualisierter Gewalt. Diese Unterstützung bleibt ein zentraler Bestandteil des Schutzkonzepts – auch für den Pferdesport in Hessen.
Kontaktperson für Betroffene im PSVH
Als vertrauensvolle Ansprechpartnerin zu Themen rund um sexualisierte Gewalt und Kindeswohl steht im Pferdesportverband Hessen Anette Reichelt (Lehrerin, Trainerin und Turnierrichterin) zur Verfügung. Handy: 0173/4273490, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.
Forschung zeigt den Handlungsbedarf deutlich
Studien belegen, wie notwendig wirksame Schutzstrukturen im Sport sind:
Die Studie der Universität Ulm (2020) schätzt die Zahl betroffener Menschen im Breiten-sport auf rund 200.000. Die „Safe Sport“-Studie von 2017 zeigt, dass mehr als ein Drittel der Leistungssportlerinnen und -sportler sexuelle Übergriffe erlebt hat. Diese Zahlen un-terstreichen einmal mehr die Bedeutung konsequenter Präventionsarbeit – im Bund ebenso wie in allen hessischen Vereinen und Betrieben.
Weitere Informationen
Weitere Informationen zu Maßnahmen, zum BetroffenenRat sowie zu Beratungs- und Anlaufstellen finden sich unter:
PSVH/hc
Liebe Meldestellen und Meldestelleninteressierte,
die Landeskommission Hessen veranstaltet am
• 07.02.2026
• 21.02.2026
im Landhaus Klosterwald, Am Klosterwald 1, 35423 Lich-Arnsburg
zwei identische TORIS-Schulungen. Geplante Dauer ca. 10.00-16.00 Uhr.
TORIS ist die Abkürzung für Turnier-Organisations- und -Informationssystem, ein Computerprogramm der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) zur Unterstützung Ihres Turniers. Die Turnier-Software erleichtert die Arbeit von der Turniervorbereitung bis zur Ergebnisrückmeldung an die FN. Zusätzlich können Teilnehmern jederzeit individuelle und umfassende Informationen angeboten werden.
Das Seminar richtet sich an alle Neueinsteiger sowie Meldestellen, die von dem alten auf das neue System umsteigen möchten, da das alte TORIS-System im Juli 2026 abgeschaltet wird.
Voraussetzungen zur Teilnahme sind Kenntnisse in LPO/WBO sowie Erfahrung in Turnierabläufen und die vorherige Registrierung in TORIS-Online unter https://toris.online/. EDV-Verständnis ist von Vorteil.
Es wird eine Tagungspauschale in Höhe von 40,-- Euro erhoben; diese ist bis spätestens 19.01.2026 per formloser Einzugsermächtigung zu zahlen. Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Die Teilnehmeranzahl ist auf 20 Personen begrenzt (max. 2 Personen pro Verein). Anmeldung nach Eingang.
Weitere Informationen zum Ablauf folgen zu gegebener Zeit.
Zu den lehrreichen Vorträgen zum Thema Wirtschaftlichkeit von Pferdebetrieben der Referenten Astrid Hilpert, Martin Otto sowie Jacqueline und Frank Orth erschienen am vergangenen Mittwoch zahlreiche angehende Pferdewirte und Interessierte. Foto: Lina Zell, Lotte Pfaff.
Am 05.11.2025 fand in Kooperation mit der Hochtaunusschule in Oberursel ein Pferdebetriebsseminar des Pferdesportverbands Hessen statt. Gut 100 Teilnehmer kamen für das Seminar rund um das Thema „Wirtschaftlichkeit von Pferdebetrieben“ zusammen.
Als Referent konnte Diplomkaufmann Martin Otto aus der Abteilung Pferdesportentwicklung der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) gewonnen werden. In seinem Vortrag ging er insbesondere darauf ein, wie es möglich ist, Pferdebetriebe im Angesicht allgemeiner Preissteigerungen wirtschaftlich zu führen. Des Weiteren sprach Otto über gewachsene Ansprüche an die Pferdehaltung, gewachsene Ansprüche der Pferdebesitzer und auch erschwerende behördliche und bürokratische Entwicklungen. „Best-practice“ Beispiele wurden sodann von zwei Pferdebetrieben aufgezeigt, zum einen von Astrid Hilpert (Soodehof Hombressen, Hofgeismar) und zum andern von Jacqueline und Frank Orth (Leuchtfeuerhof Ludwigshafen).
Auch für die angehenden Pferdewirte, die das Seminar besuchten, war die Veranstaltung eine „interessante und abwechslungsreiche Erfahrung“, so Lina Zell, Auszubildende im 3. Ausbildungsjahr an der Hochtaunusschule. „Getreu dem Motto ‚Zahlen sind knallhart, Zahlen lügen nicht' hatte auch die zukünftige Generation von Pferdewirten die Möglichkeit, sich weiterzubilden. Durch die Erfahrungen von Frau Hilpert sowie Frau Orth und Herrn Otto konnten wir zusätzlich noch einmal etwas über den Alltag in dieser Branche erfahren und erkennen, wie wichtig zum Beispiel Flexibilität und Zukunftsorientierung sind“, berichtete Lina Zell weiter von der gelungenen Veranstaltung.
Auch die nächsten Seminare in Hessen für alle Interessierten lassen nicht lange auf sich warten:
Im Rahmen der Landwirtschaftlichen Woche Nordhessen in Baunatal am 12. Januar 2026 und bei der Landwirtschaftlichen Woche Südhessen in Gernsheim am 28. Januar 2026 finden jeweils Seminare, insbesondere auch für Pferdebetriebe mit den Themen „Zukunftsfähige Pferdehaltung“ sowie „Kommunikation und Konfliktmanagement in Pferdebetrieben“ mit den Referenten Thorsten Hinnrichs und Stefan Scherer statt. Auch hier freuen wir uns wieder auf lehrreiche Vorträge zu aktuell relevanten Themen.
PSVH/ld
Erfolgreiche Teilnehmer beim diesjährigen Nachwuchsrichterseminar für Richteranwärter zur Vorbereitung auf die Richtergrundprüfung mit Ausbildern Ralf Hollenbach (ganz links) ud Tina Viebahn (ganz rechts). Foto: privat.
Vom 31. Oktober bis 2. November 2025 fand in Riedstadt-Wolfskehlen auf der Reitanlage der Familie Brodhecker erneut das Nachwuchsrichterseminar für Richteranwärter zur Vorbereitung auf die Richtergrundprüfung statt. Das Seminar erfreute sich auch in diesem Jahr wieder großer Beliebtheit.
Ca. 20 Nachwuchsrichter aus insgesamt sechs Bundesländern sind nach Wolfskehlen gereist, um sich auf die Grundrichterprüfung vorzubereiten. Als Referent für den Bereich „Richten von Reitpferdeprüfungen“ zeigte sich wiederum der Vorsitzende der Deutschen Richtervereinigung, Dr. Carsten Munk, verantwortlich. Für den Bereich Richten von Dressur- und Springprüfungen konnten erstmals der Vorsitzende der Landeskommission Hessen, Ralf Hollenbach, sowie dessen Vertreterin, Tina Viebahn, gewonnen werden. „Die hervorragenden Bedingungen auf der Reitanlage der Familie Brodhecker sowie die erstklassigen Referenten bieten den Richteranwärtern beste Voraussetzungen für eine gute Vorbereitung auf die Richtergrundprüfung“, erklärt Hendrik Langeneke, Geschäftsführer der Pferdesportverbandes und der Landeskommission Hessen.
PSVH/hl
Ein erfolgreiches Wochenende in Prussendorf: Bei den Süddeutschen Ponymeisterschaften konnten die hessischen Nachwuchsreiter viele Erfolge verbuchen. Foto: Lukas Mätzsch
Die diesjährigen Süddeutschen Ponymeisterschaften fanden vom 10.-12.10.2025 in Prussendorf, Sachsen-Anhalt statt. Mit dabei waren auch zahlreiche hessische Reiterinnen und Reiter, die sich einzeln und im Team mit ihren Ponys in Dressur und Springen gemessen haben.
Triumph für Team Hessen im Springen
Für die hessische Mannschaft lief es besonders im Springen gut. Mit Milena Helly, Luna Emilia Koch, Vivien Friedli und Ella Gümmer holten Sie den Sieg in der Klasse L. In der Einzelwertung ging auch die Bronzemedaille nach Hessen: an Milena Helly und Nussini. Platz neun sicherten sich Vivien Friedli und Meitje SGN, gefolgt von Ella Gümmer und Mister Magic Jimmy B. „Der Sieg in der Mannschaft hat meine Erwartungen mehr als erfüllt“, freute sich Landestrainer Tim Friebertshäuser.
Auch im Ponynachwuchschampionat besetzte ein Hesse die Spitze auf dem Treppchen: Mit Brown Star erreichte Gerrit Aleksander Welz-Altrock die Goldmedaille. Die erfolgreiche Vierkämpferin Lune Emilia Koch sicherte sich hier mit Trinity´s Matrix Rang zehn. Des Weiteren platzierten sich Antonia Sophie Herold (Platz 13) und Marlena Gnauert (Platz 27).
Medaillen auch in der Dressur
In der Dressur sicherte sich Team Hessen mit Marietta Elisa Appel, Aurelia Herrmann, Stella Zimmermann und Philine Kretzer den Bronzerang. In der Einzelwertung konnte sich Marietta Elisa Appel mit Mister Dornik den Silberrang holen. Das eingespielte Paar erritt in allen drei Wertungsprüfungen Ergebnisse über 70%. Auch an den Start gegangen waren in der Einzelwertung Aurelia Herrmann mit Adoro (Platz neun), Stelle Zimmermann mit Lettenhofs Earl of Love (Platz 16), Philine Kretzer mit Sunny Day vom Breuberg (Platz 18), Lena Schneider mit Cha Cha Go (Platz 21), Mia Jolina Mai mit Cyriac Son WE (Platz 24) und Maja Elena Ullrich mit Glitzerflitzer (Platz 29).
Im Ponynachwuchschampionat in der Dressur siegte Lea Mayr aus Jesberg mit Viva Vidal.
Wir gratulieren den hessischen Reiterinnen und Reitern zu diesen tollen Team- und Einzelerfolgen.