Mit Miss Windsor holte Justus Hayessen die Goldmedaille beim Preis der Besten Vielseitigkeit in der Klasse der Ponys. Foto: Isabel Zanner | easily photografie.
Am dritten Aprilwochenende fand der Preis der Besten Vielseitigkeit erneut in Radolfzell am Bodensee statt. Auch Hessens Vielseitigkeitsnachwuchs konnte sich von der besten Seite präsentieren. Besonders herausstechen konnten Karlotta Annabelle Walla mit Clever Man WAF und Justus Hayessen mit Miss Windsor.
Bereits in der Dressur legten die hessischen Reiterinnen und Reiter eine solide Grundlage und konnten sich im vorderen Drittel einrangieren. Auf der technisch anspruchsvollen Geländetrecke mit abwechslungsreichen Hindernissen gelang es vielen, fehlerfrei ins Ziel zu kommen. Auch im abschließenden Springen bestätigten die hessischen Reiterinnen und Reiter ihre gute Form. Mit überwiegend guten Runden konnten sie ihre Platzierungen festigen.
Am Ende hieß es Platz eins im Preis der Besten Ponys für Justus Hayessen, Platz zwei im Preis der Besten Junioren für Karlotta Walla und Platz 13 im Preis der Besten Junioren für Tessa Biermann. Hinzu kommen die Platzierungen der hessischen Bundeskadermitglieder: Platz neun im Preis der Besten der Jungen Reiter und Platz 15 im U25-Förderpreis für Carl Voigt sowie Platz sechs für Isabella von Roeder im U25-Förderpreis.
Karlotta Annabelle Walla gelang darüber hinaus die starke Leistung eines dritten Platzes in der CCI2*-S.
Landestrainer Jörn Warner freut sich über die guten Leistungen und spricht von „sehr guten Dressuren“, „phänomenalen Geländerunden“ und einem gelungenen dreisterne Debut für Carl Voigt.
Wir gratulieren den hessischen Nachwuchsreitern herzlich zu ihren Erfolgen !
PSVH/as
Erfolgreich bei den Children: Antonia Hansmeyer konnte sich mit Gentle van Wittenstein und Selena 24 für den Start in Warendorf qualifizieren. Foto: Marla S. Christ
Am vergangenen Wochenende fand auf dem Gestüt Schafhof in Kronberg das diesjährige Sichtungsturnier zum Preis der Besten Dressur statt. Bei besten Bedingungen nutzten zahlreiche talentierte Nachwuchsreiterinnen und -reiter die Gelegenheit, sich für eine Nominierung zum Preis der Besten in Warendorf vom 08. bis 10. Mai zu empfehlen.
Auch zehn hessische Nachwuchsreiterinnen stellten sich der starken Konkurrenz und präsentierten sich mit ihren Pferden auf hohem Niveau. Dabei konnten sich die Leistungen der hessischen Teilnehmerinnen durchaus sehen lassen. Mit viel Engagement und reiterlichem Feingefühl zeigten sie ansprechende Ritte und bewiesen, dass sie sich in einem leistungsstarken Starterfeld behaupten können.
Besonders hervorzuheben sind die Leistungen von Antonia Hansmeyer, die mit ihrem Pferd Gentle van Wittenstein V die Mannschaftsaufgabe der Children gewinnen und sich in der Einzelwertung an zweiter Stelle platzieren konnte. Ähnlich hervorstechen konnte Eve Catherine Bartels, welche mit Villeneuve 6 die Einzelwertung der Junioren gewinnen und sich an dritter Stelle der Mannschaftswertung platzieren konnte.
Weitere Platzierungen erritten Leni Alles mit Final Selection in der Einzelwertung der Junioren und Maria Teresa Pohl mit Diaton FRH in der Einzelwertung der Jungen Reiter.
Darüber hinaus gingen Marietta Elisa Appel, Mariella Christmann, Aurelia Hermann, Laura Marie Martin, Sophia Schoof und Greta Frederike Schmitt für Hessen an den Start.
Für Warendorf nominieren konnten sich Antonia Hansmeyer mit Gentle van Wittenstein V und Selena 24, Eve Catherine Bartels mit Vileneuve 6 und Maria Teresa Pohl mit Diaton FRH.
Wir wünschen den drei Sportlerinnen bereits viel Erfolg beim Preis der Besten.
PSVH/as
Hiermit möchten wir darüber informieren, dass in Dreieich ein Herpesfall aufgetreten ist, welcher leider zum Tod eines Pferdes geführt hat. Auch bei weiteren drei Pferden wurden vorsorglich Proben entnommen, nachdem diese Fieber hatten. Ergebnisse stehen noch aus.
Erforderliche Hygienemaßnahmen wurden nach Auskunft des Vereins unverzüglich eingeleitet, um die Ausbreitung zu verhindern.
! Ergänzend zum oben genannten Sachstand und dem unten verlinkten Merkblatt teilte uns Frau Huber, Tierärztin aus der Abteilung Veterinärmedizin und Tierschutz von Pferdesport Deutschland (FN), folgendes mit:
Im März 2026 wurde das Tiergesundheitsgesetz überarbeitet. Infolgedessen löst die neue Tierseuchenmeldeverordnung die Verordnungen über anzeige- und meldepflichtige Tierseuchen ab. Im Rahmen dieser Anpassungen gab es einige relevante Änderungen im Pferdebereich, vieles ist im Grundsatz aber gleichgeblieben.
Die ehemalige "Anzeigepflicht" heißt nun "allgemeine Meldepflicht", die ehemalige "Meldepflicht" nun "zusätzliche Meldepflicht". Einige Krankheiten haben einen Statuswechsel erfahren und zur zusätzlichen Meldepflicht zählt nun auch EHV-1 sowie Equine Influenza.
Hierbei ändert sich für die Pferdebesitzer nichts.
Die Meldung über den positiven Erregernachweis erfolgt über öffentliche- und private Untersuchungs- und Forschungseinrichtungen (Labore, die den Nachweis feststellen), sowie über die Tierärzte, sollten diese die Diagnose anderweitig zum Beispiel durch Schnelltests stellen. Bei diesen Tierkrankheiten kommt es nicht zur Bekämpfung mit staatlichen Maßnahmen, angestrebt wird hier ein statistischer Überblick über das Auftreten der Krankheiten.
Es gibt zum jetzigen Zeitpunkt demnach keine behördlichen Maßnahmen, nur eine Erfassung der Krankheitsfälle.
Eine ausführliche Information über die Änderungen bzw. die aktuelle Gesetzeslage wird es in Kürze auf der Homepage von Pferdesport Deutschland (FN) geben.
Im Hinblick auf die Teilnahme an Turnieren wird vorsorglich darauf hingewiesen, dass Pferde aus einem betroffenen Pferdebetrieb, ob erkrankt oder frei von klinischen Symptomen, nicht an Turnieren oder ähnlichen Veranstaltungen teilnehmen dürfen.
Sollten Ihrerseits noch Rückfragen oder Unsicherheiten bestehen, empfehlen wir Ihnen, sich entweder bei einem Tierarzt oder der Abt. Veterinärmedizin und Tierschutz bei Pferdesport Deutschland (FN) zu informieren. Selbstverständlich stehen auch wir für Rückfragen gerne zur Verfügung.
PSVH/hl
Verbände übergeben dringendes Anliegen an Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer
Die Lage im deutschen Pferdesektor spitzt sich dramatisch zu – die Folgen der gestiegenen Tierarztkosten durch die Novelle der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) im Jahr 2022 sind inzwischen überall spürbar. Pferdesport Deutschland, Deutscher Galopp und der Hauptverband für Traberzucht haben Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer daher gemeinsam einen Brief übermittelt, der den sofortigen Handlungsbedarf herausstellt. Hintergrund ist die laufende Evaluierung der GOT, die aus Sicht der Branche weder umfassend noch realitätsnah angelegt ist und die Pferdebranche vor erhebliche Probleme stellt.
„Deutschland ist als Pferdeland in eine nie dagewesene Krise geraten. Weitere Anstiege bei den tierärztlichen Gebühren sind nicht verkraftbar. Ein Abwarten auf die Ergebnisse der nicht allumfassenden Evaluierung ist nicht hinnehmbar“, heißt es in der gemeinsamen Erklärung. „Eines möchten wir vorwegschicken. Tierärztliche Leistungen müssen angemessen vergütet werden. Jedoch ist an vielen Stellen die Grenze der Belastbarkeit erreicht und überschritten“, betonen die drei Präsidenten Prof. Dr. h.c. Martin Richenhagen (Pferdesport Deutschland), Dr. Michael Vesper (Deutscher Galopp) und Peter Weihermüller (Hauptverband für Traberzucht) gemeinsam.
Auslöser für das gemeinsame Vorgehen ist ein Gruppeninterview im Rahmen der Evaluation, das deutlich machte, wie gravierend die negativen Auswirkungen der GOT-Novelle 2022 auf den Pferdesektor sind. Die Vertreter der AFC Public Services, die die Evaluierung im Auftrag des Bundesministeriums durchführen, zeigten sich im Gespräch sichtbar überrascht von Ausmaß und Tiefe der Problematik. Für die Verbände wurde damit unmissverständlich klar: Die derzeitige Evaluierung greift zu kurz, sie untersucht die Folgen für Tierhalterinnen und Tierhalter nicht und sie beantwortet nicht die zentrale Frage, wie eine wirtschaftlich tragfähige tierärztliche Versorgung für alle Beteiligten langfristig gesichert werden kann.
Die Präsidenten der drei Verbände machen deutlich, dass die Probleme weit über steigende Behandlungskosten hinausgehen. Die Pferdezucht verzeichnet dramatische Rückgänge bei den Bedeckungszahlen, Reitschulen schließen in alarmierender Häufigkeit, und immer mehr Pferdehalter stehen vor der Existenzfrage, ob sie sich ihr Pferd überhaupt noch leisten können. Fachleute berichten von zunehmenden wirtschaftlich bedingten Einschläferungen und Schlachtungen sowie einer wachsenden Zahl von Tieren, die verzweifelt an Hilfsorganisationen abgegeben werden. Gleichzeitig werden notwendige tierärztliche Behandlungen häufiger aufgeschoben – ein klarer Rückschritt für den Tierschutz.
Zudem sehen die Verbände den Umstand, dass die Tierärzteschaft selbst zunehmend die Folgen bemerkt. Viele Pferdehalter wenden sich aus Kostengründen ab, Praxen verlieren Kundschaft.
Die Präsidenten beschreiben noch eine weitere Entwicklung: Der steigende Anteil von Praxen in Fremdbesitz führt dazu, dass ein großer Teil der finanziellen Last nicht der veterinärmedizinischen Versorgung, sondern Kapitalgesellschaften zugutekommt. Die Folgen dieser Entwicklung werden in der laufenden Evaluierung jedoch bislang nicht untersucht.
Die drei Verbände fordern deshalb eine Erweiterung des Evaluationsauftrags. Nur eine umfassende Analyse könne gewährleisten, dass sowohl die Interessen der Tierärzteschaft als auch die derjenigen, die die Gebühren bezahlen müssen, berücksichtigt werden – so wie es § 12 der Bundes-Tierärzteordnung auch vorschreibt. Diese Interessen wurden bereits 2022 nicht erhoben; ein erneutes Versäumnis wäre aus Sicht der Branche nicht nur sachlich falsch, sondern politisch unverantwortlich.
Deutschland ist das einzige Land in der Europäischen Union, das eine bindende Gebührenordnung für tierärztliche Leistungen vorschreibt. In anderen Branchen – etwa bei Architekten und Ingenieuren – haben sich in Deutschland unverbindliche Honorarstrukturen längst bewährt. „Wir fordern die umgehende Aufhebung der Verbindlichkeit der Gebührenordnung, um eine sofortige Entlastung der Verbraucher zu erreichen. Unserer Auffassung nach sollte die Vergütung tierärztlicher Leistungen Abstimmungssache zwischen Pferdehalter und Tierarzt sein“, erklären die Präsidenten und fahren fort: „Die GOT kann bei dabei einen orientierenden, aber nicht verbindlichen Rahmen bieten. So ist es beispielsweise in Österreich geregelt.“
Die Präsidenten betonen in ihrem Schreiben die enge Verbundenheit der Pferdebranche mit der Tierärzteschaft. Das Ziel sei kein Gegeneinander, sondern ein verlässlicher Rahmen, der es beiden Seiten ermöglicht, ihrer Verantwortung gegenüber Tier und Mensch gerecht zu werden. Die Verbände bieten dem Minister deshalb ein kurzfristiges persönliches Gespräch an, um die Lage umfassend darzustellen und Lösungsschritte gemeinsam zu erarbeiten.
Pressekontakt Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN), Team Kommunikation, Telefon 02581/6362-127
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, www.pferdesport-deutschland.de
Wir laden zur Mitgliederversammlung des Pferdesportverbandes Hessen-Nassau am Dienstag, den 12. Mai 2026 um 18.30 Uhr in
63263 Neu-Isenburg, Reitanlage (Reiterschänke), An den drei Eichen (über Gravenbruchring oder Triebweg) ein.
Ab 18.00 Uhr sind alle Sitzungsteilnehmer zu einem kleinen Imbiss eingeladen.
Tagesordnung:
1. Begrüßung
2. Jahresberichte 2025 – Geschäftsstelle und Spartenvertreter
3. Kassenbericht 2025
4. Bericht der Kassenprüfer
5. Feststellung des Jahresabschlusses und Entlastung des Vorstandes
6. Wahl der Kassenprüfer
7. Kostenvoranschlag 2026
8. Verschiedenes
anschließend:
Vortrag „Wer nicht organisiert ist, wird überhört: Die Macht der Mitgliedschaft“
Vortrag von Christian Huslik, HN-Vorstandsmitglied und PSVH-Pressewart
Anträge zur Tagesordnung sind mindestens eine Woche vor der Mitgliederversamm-lung schriftlich bei der Geschäftsstelle einzureichen.
Das Stimmrecht kann nur vom Vorstand des Mitgliedsvereins oder von einem von diesem schriftlich bevollmächtigten Mitglied desselben Vereins ausgeübt werden.
Nun ist es also bald so weit: unser geliebtes (manchmal verfluchtes) TORIS-Win geht in den verdienten Ruhestand.
Zum 30. Juni 2026 wird die Verfügbarkeit und der Support durch die FN eingestellt. Über 20 Jahre war es kostenfrei für die Veranstalter im Einsatz und hat in dieser Zeit viele Anpassungen erfahren. Danke an Alle, die es entwickelt und betreut haben.
Dadurch ist es für die meisten Meldestellen des Landes notwendig geworden sich mit dem Nachfolgesystem vertraut zu machen. Vor diesem Hintergrund fanden am 07. Und 21. Februar zwei themengleiche Schulungen für Meldestellenverantwortliche statt. Ziel war es die neue Technik noch einmal näher zu bringen und ggf. Bedenken zu beseitigen.
In dem neuen Tagungsraum im Landhaus Klosterwald vor den Toren von Lich wurden 45 erfahrene Anwenderinnen und Anwender nochmals mit der neuen Menü Struktur bekannt gemacht. Grundsätzlich sind alle Funktionen, Anwendungen und Auswertungen aus dem alten TOIRS auch in der Onlineversion vorhanden. Somit ist gewährleistet, dass künftig alle Veranstaltungen wie bisher mit der Unterstützung des FN-eigenen Systems zuverlässig durchgeführt werden können. Natürlich gibt es auch Neu- und Weiterentwicklungen, die die Arbeit deutlich erleichtern. Darauf wurde auch während der Schulung eingegangen.
Zum Abschluss verließen alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit einigen „AHA“-Momenten die Veranstaltung und sehen dem Einsatz von TORIS-Online positiv entgegen. Es muss auch niemand befürchten an seinem Turnier allein dazustehen. Die FN bietet neben der Hilfe-Datenbank im System auch eine kostenfreie Hotline an und auch beim PSV-Hessen steht man für Fragen gerne zur Verfügung.
Text: Stephan Beyer